Die Geschichte der Multi-Moment-Analyse (MMA)

Die Geschichte der Multi-Moment-Analyse (MMA)

Die Multimomentstudie fand Ihre Anfänge weit vor dem Internetzeitalter. Schon Ende der 1920er fand L.H.C. Tippet durch die Überwachung von Stillstandszeiten in einer Weberei heraus, dass durch wenige Stichproben gezielte Aussagen über die Grundgesamtheit gemacht werden können.

Der britische Statistiker L.H.C. Tippett wird allgemein als geistiger Vater der Multi-Moment-Analyse betrachtet. Unter der Bezeichnung "ratio delay" führte dieser in den frühen 30ern die ersten Multimomentstudien durch. Seit 1927 beschäftigte er sich mit einer Methode, die er als "Snap reading method of making time studies" (Aufgeschnappte Momente, die Zeitstudien ermöglichen) bezeichnete.  Er prüfte zum Beispiel Maschinenstillstände einer Webermühle, indem er mit Papier und Bleistift die Stillstände an zufällig ausgewählten Zeitpunkten protokollierte. Er stellte dabei fest, dass eine verhältnismäßig kleine Anzahl von protokollierten Zeitpunkten ausreichte, um sehr genaue Aussagen zu den gesamten Ausfallzeiten treffen zu können.

Der Begriff "work sampling" wurde 1952 durch C.L. Brisley und H.L. Waddell erstmalig in diesem Zusammenhang verwendet. Weitere Bezeichnungen, die in der Folge davon synonym verwendet wurden sind "snap readings", "occurence sampling", "activity sampling".

Seit Anfang der 1950 hat sich diese Methode als ein Standardverfahren mit etabliert und ist allgemein akzeptiert. 

Der Trend zur Zunahme von serviceorientierten Organisationen und nicht-industriellen Aufgabengebieten wird die Bedeutung der Multimomentaufnahme weiter steigern. In Zeiten von agilen Prozessen, Home Office, Work-Life-Balance, ... ist die Multimomentaufnahme DAS Tool, um Ereignisse zu messen und auf diese zu optimieren.

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